
-
Trotz Talfahrt: Werder will mit Werner verlängern
-
NHL: Oilers verlieren ohne Draisaitl und McDavid
-
LeBron James mit Buzzer Beater: Lakers beenden Negativserie
-
US-Vorstellung von Western "Rust" dreieinhalb Jahre nach tödlichem Schuss auf Kamerafrau
-
Zverev selbstkritisch: "Muss auf mich schauen"
-
"Es ist hart": Bayern bekommen die Grenzen aufgezeigt
-
Stiftung Warentest: Viel guter Honig und keine Verunreinigungen
-
Debatte um Sicherheitspanne in Chatgruppe: Trump spricht von "Hexenjagd"
-
Nach Bürgerschaftswahl in Hamburg: Koalitionsgespräche von SPD und Grünen starten
-
BGH entscheidet in Datenschutz-Streit von Verbraucherzentralen mit Meta
-
Bundesverwaltungsgericht verhandelt über geplantes festes LNG-Terminal in Stade
-
Verkauf von Medikamenten im Internet: BGH urteilt in Streit zwischen Apotheken
-
Plädoyer der Staatsanwaltschaft im Missbrauchsprozess gegen Depardieu
-
"Koalition der Willigen" berät in Paris über weitere Ukraine-Unterstützung
-
Eiskunstlauf-WM: Hase/Volodin auf Medaillenkurs
-
US-Heimatschutzministerin Noem warnt Migranten vor Einreise in die USA
-
Vize-Präsident im Südsudan festgenommen - UN-Mission warnt vor "Bürgerkrieg"
-
US-Berufungsgericht bestätigt Stopp von Abschiebeflügen auf Grundlage von altem Gesetz
-
Trump verkündet Strafzölle von 25 Prozent auf Auto-Importe
-
Einbruch: Zverev verpasst auch in Miami das Viertelfinale
-
Palästinensischer Regisseur Ballal: Wurde wegen Oscar-Auszeichnung angegriffen
-
DEL: Vizemeister Bremerhaven lässt Köln zittern
-
Autistischer Sechsjähriger seit Dienstag vermisst: Suche in Hessen dauert an
-
MediaForEurope will Übernahmeangebot für ProSiebenSat.1 vorlegen
-
Trotz Führung: Bayern-Frauen scheitern an Lyon
-
Handball: SCM vor Einzug ins Champions-League-Viertelfinale
-
Macron: Russland muss 30-tägiger Waffenruhe ohne "Vorbedingungen" zustimmen
-
Meillard schlägt Odermatt - Grammel starker Zehnter
-
Medien: Spaniens WM-Chefin tritt nach Manipulationen zurück
-
Musk-Team soll Einladung von Journalisten in Huthi-Chat prüfen
-
"Skandalspiel": Union reicht Klage beim Schiedsgericht ein
-
Union und SPD wollen Teil der Klinikreform aus Sondervermögen bezahlen
-
Trump will noch am Mittwoch Zölle auf Auto-Importe verkünden
-
Erneut Sprechchöre gegen Hamas im Gazastreifen
-
Neues Programm: Finnland will Fitness von Wehrdienstleistenden verbessern
-
Vor Hamburger Kita aufgestellter Weihnachtsbaum: Schuldspruch auch in zweiter Instanz
-
Ukraine und Russland werfen sich gegenseitig mangelnden Friedenswillen vor
-
Tödlicher Messerangriff nach Verfolgungsjagd: Haftstrafe in Mönchengladbach
-
Brasiliens Präsident Lula drängt auf Mercosur-Handelsabkommen mit Japan
-
Brasiliens Ex-Präsident Bolsonaro wird wegen Putschversuchs vor Gericht gestellt
-
Arbeitgeberverband Gesamtmetall: Streik sollte "wieder letztes Mittel" sein
-
Geld- und Bewährungsstrafe in Prozess gegen frühere Berliner Senatorin Kalayci gefordert
-
Analogfotografie und Brettspiele in immaterielle Kulturerbeliste aufgenommen
-
Klage gegen Bundestagsbeschluss zu BDS-Bewegung scheitert vor Bundesverwaltungsgericht
-
Trump bekräftigt vor Vance-Besuch Anspruch der USA auf Grönland
-
Festnahmen bei Durchsuchungseinsatz gegen organisierte Kriminalität
-
Berliner Regierungschef Wegner sagt Istanbul-Reise wegen Festnahme Imamoglus ab
-
Apple kündigt Ende von Verkaufsverbot für iPhone 16 in Indonesien an
-
Sächsischer Landtag wählt Ausschussvorsitzenden von AfD ab
-
Bericht: Union und SPD wollen Teil der Klinikreform aus Sondervermögen bezahlen

Gaddafi-Gelder für den Wahlkampf: Staatsanwalt wirft Sarkozy "Korruptionspakt" vor
Im Prozess gegen Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy wegen der mutmaßlich illegalen Finanzierung seines Wahlkampfs durch libysche Gelder hat die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten einen "unerhörten und unanständigen Korruptionspakt" vorgeworfen. Sarkozy habe den Pakt mit dem "mit Blut besudelten Regime" des damaligen Machthabers Muammar al-Gaddafi geschlossen, erklärte Staatsanwalt Philippe Jaeglé am Dienstag in Paris.
Dieser hätte das Ergebnis der Präsidentschaftswahl "verfälschen" können und damit "die Souveränität und die Interessen Frankreichs gefährden", erläuterte er in seinem Plädoyer. Die Forderung des Strafmaßes wird erst am Donnerstag erwartet. Die Anwälte des libyschen Staates forderten bereits eine Entschädigungszahlung in Höhe von zehn Millionen Euro.
Der 70-jährige Sarkozy war persönlich vor Gericht erschienen. Er trägt seit Februar eine elektronische Fußfessel, zu der er wegen einer anderen Korruptionsaffäre verurteilt worden war. Sarkozy bestreitet alle Vorwürfe. Er habe "nicht einen Cent auf illegale Weise angenommen, aus Libyen oder sonst woher", hatte er in einer Anhörung betont. Er warf der Finanzstaatsanwaltschaft vor, ihr gehe es nicht um die Wahrheit, sondern darum, "nicht das Gesicht zu verlieren".
Neben Sarkozy sind elf weitere Männer angeklagt, unter ihnen drei ehemalige Minister, mehrere mutmaßliche Mittelsmänner sowie ein enger Vertrauter von Gaddafi, der flüchtig ist. Sarkozy und alle anderen Angeklagten bestreiten die Vorwürfe.
Die Anklage gegen den konservativen Ex-Präsidenten lautet auf Korruption, Veruntreuung öffentlicher Gelder, illegaler Wahlkampffinanzierung und krimineller Vereinigung. Im Fall einer Verurteilung drohen ihm zehn Jahre Haft.
Nach Darstellung der Anklage hatte Sarkozy den "Korruptionspakt" bereits 2005 mit Gaddafi geschlossen. Sarkozy war damals Innenminister, hatte aber bereits die Präsidentschaftswahl zwei Jahre später im Blick. Gaddafi empfing Sarkozy in Libyen in seinem Zelt - offiziell zu Gesprächen über den Kampf gegen Terrorismus und illegale Einwanderung. Was damals wirklich besprochen wurde, blieb geheim.
Die Affäre wurde 2012 durch das Investigativmagazin "Mediapart" ins Rollen gebracht, das ein libysches Dokument veröffentlichte. Darin ist von einem Abkommen die Rede, demzufolge der Wahlkampf Sarkozys mit 50 Millionen Euro unterstützt werden sollte. Gaddafi selbst, einer seiner Söhne und mehrere Mittelsmänner erklärten später ebenfalls, dass Sarkozy mit libyschen Geldern unterstützt worden sei - allerdings wichen die Darstellungen voneinander ab und wurden mehrfach nachträglich wieder geändert.
Die Ermittler konnten keine Gesamtsumme herausfinden, die von Libyen aus in Sarkozys Wahlkampf geflossen sein sollte. Allerdings gab es Hinweise auf Koffer voller Bargeld und Briefkastenfirmen, etwa auf den Bahamas. Sarkozys Vertrauter Claude Guéant hatte zeitweise einen mannshohen Tresor angemietet, angeblich zur Lagerung von Sarkozys Reden. Nach Ansicht der Ermittler wurden dort größere Mengen Bargeld deponiert.
Nach Einschätzung der Anklage bestand die Gegenleistung vor allem in der politischen Rehabilitierung des damals international geächteten Machthabers. Kaum war Sarkozy zum Präsidenten gewählt, lud er Gaddafi zu einem prunkvollen Staatsbesuch ein. Der libysche Diktator durfte sogar sein riesiges Empfangszelt in einem Garten gleich neben dem Elysée aufbauen. Bei dem Staatsbesuch wurden zahlreiche Geschäftsverträge unterzeichnet.
Es ist Sarkozys fünftes Gerichtsverfahren innerhalb von fünf Jahren. Er war im Dezember wegen versuchter Bestechung eines Richters zu einem Jahr Haft in Form einer elektronischen Fußfessel verurteilt worden.
A.S.Diogo--PC